Spruch

Da der, während der Aufführung, vorgetragene Spruch auf Plattdeutsch ist und deshalb nicht von jedem verstanden wird, hier der Text im Original und auf Hochdeutsch.

Plattdeutsch:

„De wiede See, de gröne Marsch,
de Geest mit Moor un Holt;
mit Strohdackhüs un Fischerkaat,
mit Mannen stark un stolt;
dat is dat Land, in dat wi läwt,
vör dat wi staht mit Hand un Hart;
dat is dat Land, wo blank de Ploog,
t’on Danz de Swerter swungen ward.
De Diek, de hölt de wilde See,
dat Swert sall uns de Frieheit worn,
denn brick de Diek, un kummt de Fiend,
hebbt wi Land und Ehr verlorn.
Doch wat dor weer un wat dor kummt,
wie laat uns nie den Nacken bögen;
nu slaat de Trummel, staht tosam,
to’n Danz wüllt wi de Swerter rögen.“

Der König endet den Tanz hoch von oben herab:
„Still liggt de See, wiet geiht mien Blick
över Land un Grenzen wech,
wat een ni kann, künnt wi tosaam,
wat een deit, is den annern recht.
Nu leggt na’n Danz dat Swert to Sied
un plögt un seit up egen Land,
kiekt över Diek un Grenzen wech,
doch holt mi ok dat Swert in Stand.“

 

Hochdeutsch:

„Das weite Meer, die grüne Marsch,
die Geest mit Moor und Wald;
mit Reetdachhäusern und Fischerkaten,
mit Männern stark und stolz;
Das ist das Land, in dem wir leben,
für das wir stehen mit Hand und Herz;
das ist das Land, wo neben dem Pflug,
zum Tanz die Schwerter geschwungen werden.
Der Deich, der hält das wilde Meer,
das Schwert soll uns unsere Freiheit sichern,
denn bricht der Deich, und kommt der Feind,
haben wir Land und Ehre verloren.
Doch was war und was noch kommt,
wir lassen uns nicht unterkriegen;
nun schlagt die Trommel, steht zusammen,
zum Tanz wollen wir die Schwerter schwingen.“

Der König endet den Tanz hoch von oben herab:
„Ruhig ist das Meer, weit geht mein Blick
über Land und Grenzen,
was einer nicht kann, können wir zusammen,
was einer macht, ist den anderen recht.
Nun legt nach dem Tanz das Schwert zur Seite
und pflügt und säht auf dem eigenen Land,
seht über Deich und Grenzen weg,
aber haltet mir auch das Schwert in Stand.“